|
Nur mit der GreenCard
koennen Sie ab Okt 2004
gefahrlos einreisen
Bewerbung hier |
|
|
|
Wer das falsche Buch kauft, darf
nicht in die USA

Satte
viereinhalb Stunden dauerte der Vorab-Check des
Gepaecks eines Marketingleiters aus Deutschland, der
sich eigentlich mit den uebrigen dreizehn
Marketingchefs der Konzernabteilungen in Asien und
in den Vereinigten Staaten treffen wollte. Doch
wegen der umfangreichen Kontrollen wurde die Zeit zu
knapp. Das Blitzmeeting im Los Angeles Airporthotel
musste ausfallen.

DueSSELDORF. Dass der Besuch der Vereinigten Staaten
zeitraubender, aufwendiger, aber auch teurer und
unangenehmer geworden ist, erfahren
Geschaeftsreisende aus aller Welt. Betroffen sind vor
allem Geschaeftsreisende aus China, Indien und
Russland. Deutsche, die einen maschinenlesbaren
Ausweis besitzen, brauchen nach wie vor nur ein
Visum, wenn sie sich laenger als 90 Tage in den USA
aufhalten. Allerdings ist das Papier schwerer zu
bekommen als frueher: Vor dem 11. September 2001
konnte man es kurzfristig per Post beim
Generalkonsulat beantragen. Jetzt muessen die Manager
persoenlich vorsprechen.
Vor
allem aber sorgt das rauhe Klima an der Grenze fuer
Irritationen, ermittelte der Verband der deutschen
Reisemanager. Er befragte 400 Travel Manager
deutscher Unternehmen: Jeder zweite beklagt laengere
Wartezeiten, Wartende wuerden aus den Schlangen
scheinbar wahllos heraus gegriffen und ausgefragt.
Ein
aehnliches Bild ergaben Nachfragen des
Geschaeftsreiseveranstalters TQ3 Travel Solutions aus
Bremen bei den Verantwortlichen von 50 Reisestellen
in deutschen Unternehmen. Die Haelfte hat bereits US-Grenz-Probleme
erlebt. Drei Viertel der jeweils betreuten
Mitarbeiter mussten diverse Sicherheitschecks und
teilweise langwierige, nervenaufreibende Interviews
mit Einreisebeamten erdulden. Die Folge: Frust bei
vielen und empoerende Einzelfaelle. Zu ihnen gehoert
der Ingenieur Jakob Trapp. Der Pfaelzer, der
amerikanische Autokonzerne beraet, wurde – ohne dass
man ihm einen Grund nannte – am Flughafen
festgenommen, verhoert und am Ende ins Gefaengnis
gesteckt. Am naechsten Morgen musste er die USA
verlassen und darf auf absehbare Zeit nicht wieder
einreisen. Warum weiss er bis heute nicht. „An der
Grenze gibt es zu wenig Toleranz, was in einigen
Faellen zu Abweisungen fuehrt“, raeumt Dierk Mueller,
Hauptgeschaeftsfuehrer der American Chamber of
Commerce ein. „Hier wuerden wir uns mehr
Verlaesslichkeit und Flexibilitaet wuenschen.“
Doch
es sieht nicht so aus, als wuerde dieser Wunsch in
Erfuellung gehen. Die Moeglichkeiten, mit kompetenten
Beamten im Gespraech Missverstaendnisse aufzuklaeren
und rasche Loesungen zu finden, wird in Zukunft gegen
Null sinken. Die USA planen, die Personenkontrollen
bei der Einreise wesentlich zu verschaerfen.

Kernpunkt des Projekts ist die Errichtung eines
Computersystems, das auf Basis von Informationen aus
verschiedenen Datenbanken bis hin zu Amazon-Kundendaten
eine automatische Risikoeinschaetzung fuer den
Reisenden trifft. So durfte eine Managergattin aus
Stuttgart nicht nach New York zu ihrem Mann, weil
sie die falschen Buecher gelesen hatte. „Uns hat sehr
ueberrascht, dass die Mehrzahl unserer Kunden schon
in der Testphase unangenehme Erfahrungen bei USA-Reisen
ihrer Mitarbeiter berichtet“, berichtet Stefan
Vorndran, Vertriebschef von TQ3.
Alle
von TQ3-Befragten bewerten die automatische
Risikoeinstufung von Personen bei der Einreise in
die USA als sehr bedenklich. Sie befuerchten zudem
durch Datenweitergabe und Kontrollen Eingriffe in
die Persoenlichkeitsrechte ihrer Mitarbeiter. Die
harte Gangart an der Grenze hat jetzt auch Folgen
fuer die US-Wirtschaft. Die Washingtoner Beraterfirma
Santangelo Group, die 141 US-Konzerne befragte,
schaetzt, dass US-Unternehmen in den vergangenen zwei
Jahren mehr als 30 Milliarden Dollar durch die
Grenzprobleme verloren haben. Sechs von zehn
Befragten berichten von hoeheren Kosten oder
Umsatzeinbussen. Boeing weiss von Flugzeugen, die
monatelang im Hangar standen, weil die Piloten der
auslaendischen Kunden kein Visum bekamen, um die
Maschinen in den USA abzuholen.
Konsumgueterhersteller beklagen, dass ihre Abnehmer
nicht zu Produktpraesentationen kommen koennen. Andere
Unternehmen berichten, dass Angestellte
auslaendischer Niederlassungen fuer Projekte nicht
einreisen durften. Oder dass Fortbildungen ins
Ausland verlegt werden mussten, damit auch
Nicht-Amerikaner teilnehmen konnten.
Kongressveranstalter aergern sich ueber sinkende
Besucherzahlen, US-Forschungseinrichtungen sind
alarmiert, weil Top-Leute aus uebersee nicht mehr ins
Land kommen.
Fuer
die deutsch-amerikanischen Geschaeftsbeziehungen hat
die American Chamber of Commerce in Frankfurt noch
keine erkennbaren wirtschaftlichen Auswirkungen
ausgemacht, wohl aber atmosphaerische Stoerungen.
Mueller: „Es gibt Einzelne, die sagen, dass sie jetzt
keine Lust mehr haben, in die USA zu reisen.“
Nur mit
der GreenCard koennen Sie noch ungehindert einreisen
GreenCard Registrierung hier
klicken
EU geht gegen uebermittlung von Flugpassagier-Daten an
USA vor
|
|
swissinfo
|
21. April 2004 14:18
|
|
 |
|
|
 |
|
EU geht gegen uebermittlung von
Flugpassagier-Daten an USA vor
STRASSBURG - Im Zusammenhang mit der
uebermittlung einer grossen Zahl privater
Flugpassagier-Daten an die USA wird das
EU-Parlament den Europaeischen Gerichtshof
anrufen. Das beschlossen die Abgeordneten mit
knapper Mehrheit in Strassburg.
In der EU gebe es keine Rechtsgrundlage fuer
die Datenuebermittlung zur oeffentlichen
Sicherheit, hiess es. Zudem kritisierten die
Parlamentarier, dass im Abkommen der
EU-Kommission mit den USA auch die
Daten-uebermittlung an Drittstaaten moeglich sei.
Die USA ziehen Informationen wie Namen,
Kreditkartennummern und Telefonnummern von
Fluggaesten ein, die in die Vereinigten Staaten
reisen. Damit sollen potenzielle Terroristen
fruehzeitig identifiziert werden koennen.
Die Parlaments-Berichterstatterin Johanna
Boogerd-Quaak (Liberale) forderte die
Gleichbehandlung von Buergern der USA und der
EU. Bisher wuerden die EU-Buerger jedoch nicht
vor Datenmissbrauch in den USA geschuetzt. Nur
US-Buerger haetten dort ein Recht auf
Datenschutz.
Der CDU-Abgeordnete Hans-Peter Lehne sagte,
seine Fraktion sei gegen die Anrufung des
Gerichtes. Ohne das Abkommen komme es zu einer
erheblichen Belastung der EU-Buerger bei der
Einreise in die USA. 211414 apr 04
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
 |
 

|