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Nur mit der GreenCard
koennen Sie ab Okt 2004
gefahrlos einreisen
Bewerbung hier |
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Quelle:Suedwest Presse 10.04.2004
USA / Die
Vereinigten Staaten verschaerfen von Oktober an ihre
Einreisebestimmungen
Auch Babys brauchen einen Pass
Wer eine USA-Reise bucht, muss bei der
Einreise schon jetzt mit verschaerften Kontrollen rechnen. Von
Oktober an darf nur noch einreisen, wer einen faelschungssicheren
Ausweis besitzt. Selbst Babys brauchen dann den Euro- Pass.
Hier Tipps, worauf USA-Reisende achten sollten.
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Eine US-Zollbeamtin erstellt ein Foto einer einreisenden
Thailaenderin. FOTO: dpa |
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USA-Reisen boomen. Der schwache
Dollar macht es moeglich. Doch die Plaene der US-Regierung, ihre
Einreisebestimmungen zu verschaerfen, haben viele Urlauber
verunsichert. Zwar hat Washington das bereits fuer vergangenen
Oktober geplante Massnahmenpaket nach langem Tauziehen mit der
Europaeischen Union verschoben. Doch im Oktober will die US-Regierung
nun endgueltig Ernst machen. Wir sagen, wie die Einreise derzeit
funktioniert, welche Regelungen ab Herbst auf USA-Reisende
warten und welche Massnahmen darueber hinaus geplant sind.
So funktioniert die USA-Einreise derzeit: Noch ist fast alles
beim Alten. Reisende aus den 27 so genannten Visa-Waiver-Laendern,
darunter auch Deutschland, oesterreich und die Schweiz, koennen
als Geschaeftsreisende oder Touristen bis zu einer Dauer von 90
Tagen ohne Visum einreisen - selbst wenn sie den alten gruenen
Reisepass besitzen. Aufwendiger ist die Reisevorbereitung seit
Januar dagegen fuer visumpflichtige USA-Besucher. Das sind zum
Beispiel solche, die laenger als drei Monate im Land bleiben,
Austauschschueler, Studenten und Nordamerikareisende, die
vorhaben, eine Arbeit in den USA aufzunehmen.
Konnten Visa-Antraege bislang schriftlich eingereicht werden,
muss der Antragsteller neuerdings persoenlich bei einem der US-Konsulate
in Frankfurt oder Berlin vorstellig werden - egal, ob er aus
Flensburg oder Garmisch-Partenkirchen kommt.
Auch Deutsche, die ausserhalb der Bundesrepublik wohnen, muessen
ihren Antrag persoenlich stellen. Ausgenommen sind Kinder unter
14 Jahre, Personen ueber 79 Jahre und Diplomaten auf Dienstreisen.
Fuer das US-Visum benoetigen Bewerber ein Foto, ausserdem werden
zwei digitale Fingerabdruecke erstellt. Meist muss der
Antragsteller in einem kurzen Interview mit einem US-Beamten
auch Auskuenfte ueber private Dinge wie das Motiv seiner Reise und
im Einzelfall sogar zu seinen Vermoegensverhaeltnissen geben.
Die Fingerabdruecke werden bei der Einreise in die USA mit den
gespeicherten verglichen. Bei der Rueckreise muessen
visumpflichtige Reisende seit Januar an vielen US-Flughaefen an
Selbstbedienungsterminals mit der Eingabe ihres Fingerabdrucks
ihre Ausreise bestaetigen. So funktioniert die Einreise ab 26.
Oktober: Visumpflichtig sind ab 26. Oktober USA-Reisende
deutscher Staatsangehoerigkeit, die keinen maschinenlesbaren
Reisepass besitzen, zum Beispiel den alten gruenen. Fuer sie gilt
die oben beschriebene Prozedur der Visa-Beschaffung. Fuer
Reisende mit dem maschinenlesbaren, bordeauxfarbenen Reisepass
aendert sich ebenfalls etwas. Zwar koennen sie auch nach dem 26.
Oktober bis zu einer Dauer von 90 Tagen als Touristen oder
Geschaeftsreisende ohne Visum in die USA einreisen. Den neuen
Reisepass benoetigen dann aber auch Kinder, denn Kinderausweise,
vorlaeufige Reisepaesse und Eintraege der Kinder in den Paessen der
Eltern werden fuer die visumfreie Einreise nicht mehr akzeptiert.
Jeder Reisende muss also seinen eigenen maschinenlesbaren
Reisepass haben - im Zweifelsfall auch ein Baby.
Gut drei Wochen vorher, naemlich am 30. November, tritt zudem
die juengst beschlossene neue Einreiseregelung im Kraft: Ab
diesem Termin muessen Besitzer des roten Euro-Passes bei der
Einreise zwei Fingerabdruecke abgeben und Fotos von sich
erstellen lassen. Die amerikanische Regierung begruendet die
Verschaerfung mit dem Fehlen von biometrischen Merkmalen in den
Paessen. Laut Gesetz duerfen Besucher ab Oktober nur noch mit
faelschungssicheren Ausweisen einreisen. Die meisten Laender,
darunter auch Deutschland, verfuegen aber derzeit noch nicht ueber
solche Paesse. Die Regelung gilt zunaechst an 115 Flughaefen und 14
Haefen. An den meistbesuchten Grenzuebergaengen zu Lande tritt sie
erst Ende des Jahres in Kraft. Insgesamt soll das Scannen der
Fingerabdruecke und das Erstellen der Fotos nur 23 Sekunden
dauern.
Zugriff auf Passagierdaten
Diese Massnahmen sind darueber hinaus geplant: Die Verschaerfung
der Pass- und Visa-Bestimmungen ist nur ein Teil der zahlreichen
Massnahmen der USA zum Schutz vor Terror. Durch eine
Ausnahmeregelung der EU-Kommission haben die US-Behoerden ueber
die Buchungssysteme der Fluggesellschaften bereits jetzt Zugriff
auf die Passagierdaten europaeischer Fluggaeste. Abgefragt werden
derzeit 34 Daten, darunter Anschrift, Telefon- und
Kreditkartennummer, E-Mail-Adresse und Menuewunsch des Passagiers.
Datenschuetzer sehen darin einen eklatanten Verstoss gegen das
EU-Recht, weil es in den USA keinen vergleichbaren Datenschutz
gibt.
Fuer zusaetzlichen aerger koennte die von der US-Regierung geplante
Einfuehrung des so genannten Computer Assisted Passenger
Prescreening System (CAPPS II) sorgen, das eine Verschaerfung der
jetzigen ueberpruefung darstellt. Die vom Fluggast bei der Buchung
angegebenen Daten werden beim Check-in nicht nur mit amtlichen,
sondern auch mit nichtamtlichen Datenbanken abgeglichen.
Innerhalb von wenigen Sekunden wird eines von drei Ergebnissen
angezeigt: gruen fuer normale weitere Sicherheitsueberpruefung, gelb
fuer sofortige Sicherheitsueberwachung und rot fuer Alarm.
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Deutlicher Rueckgang bei Bewerbungen um Green Card fuer die USA
New York
(AP) In den USA ist die Zahl der Bewerber fuer die Verlosung von
Green Cards nach Medienberichten um mehr als die Haelfte
zurueckgegangen. Statt rund 13 Millionen Antraegen fuer die
unbefristete Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis - wie in den
vergangenen Jahren - seien 2003 bei der Regierung bislang nur
fuenf Millionen eingegangen, berichtete die "New York Times" am
Samstag. Anwaelte machen fuer den Rueckgang die neu eingefuehrte
computergestuetzte Datenerfassung verantwortlich.
Interessenten haetten haeufig keinen Zugang zu Computern und
Internetverbindungen, die mittlerweile Voraussetzung seien, um
einen Antrag einzureichen, kritisierten Rechtsanwaelte. Vor allem
illegal in den USA lebende Bewerber haetten zudem Angst davor,
ihre Daten in ein elektronisches System einspeisen zu lassen.
Nach Regierungsangaben verhindert das neue System
Betrugsversuche, weil Bewerber ihre Antraege nicht mehr doppelt
einreichen koennten. Die computergestuetzte Erfassung diene nicht
dazu, Menschen abzuschieben, zitierte die "New York Times" einen
Sprecher des US-Aussenministeriums. Auf Anfrage wuerden der
Heimatschutzbehoerde moeglicherweise aber entsprechende
Informationen weitergeleitet, raeumte der Sprecher ein.
Nach der Verlosung koennen sich die rund 110.000 Gewinner
weiter um eine Green Card bewerben. Etwa die Haelfte wird
abgelehnt oder kommt dem vollstaendigen Anmeldeverfahren nicht
rechtzeitig nach.
© 2003 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten -
All Rights Reserved. http://www.USAGreenCardCenter.com |
(
The Associated Press. Dec 27, 2003)
Terrorangst USA verschaerfen Einreisekontrollen
Big Brother is watching you - zumindest an den Grenzen der USA. Ab Januar sollen neue Geraete an saemtlichen Airports und Haefen Fingerabdruecke und Digitalfotos von Millionen Einreisenden erstellen. Die persoenliche Daten werden binnen Minuten mit internationalen Fahndungslisten verglichen.
 | REUTERS Weitere Sicherheitsvorkehrungen an den See- und Flughaefen: International Airport Los Angeles |
Washington - "Die neuen Massnahmen ermoeglichen uns, diejenigen ausfindig zu machen, die gegen Visa-Auflagen verstossen oder nach Ablauf eines Visums im Land bleiben", erklaerte Asa Hutchinson, Staatssekretaerin im Heimatschutzministerium.
In einem Bericht des Rechnungshofes wurde das System unlaengst als "sehr riskantes Unternehmen" kritisiert. Die Ziele seinen kaum zu erreichen, die Kosten zu hoch, die Details nicht ausgearbeitet und die Konsequenzen fuer den Tourismus verheerend, hiess es.
Die Tourismusindustrie befuerchtet lange Schlangen an den Schaltern der Flug- und Seehaefen und eine Schwaechung der Branche. Rund 24 Millionen Geschaeftsleute, Touristen oder Studenten waeren pro Jahr betroffen. Hutchinson wies die Befuerchtungen zurueck. Die Inspektionen wuerden nur wenige Minuten dauern und dafuer die nationale Sicherheit erheblich erhoehen, sagte die Staatssekretaerin.
Anlass fuer das neue System waren die Anschlaege vom 11. September. 15 der Attentaeter waren mit gueltigen Einreisevisa ins Land gekommen, drei hatten Geschaeftsvisa und einer ein Studentenvisum. Der Visa der Attentaeter waren jedoch zur Zeit der Anschlaege abgelaufen.
(SPIEGEL ONLINE - 29. Oktober 2003, 8:09)
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